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Arbeitszeitbetrug durch Arbeitnehmer

 

Morgens ein paar Minuten später auf die Baustelle kommen, abends etwas früher gehen, aber dafür regelmäßig eine kleine Zigarettenpause genehmigen und da die Arbeit so zeitaufwendig ist, noch Überstunden aufschreiben, die man nicht geleistet hat. Sie als Chef werden dies nicht so eng sehen, denn ihr Mitarbeiter macht so viel für Sie und ist unentbehrlich. Er ist ein positives Vorbild für ihre ganze Belegschaft. Also was soll schon passieren?

Das mag nun überzogen klingen, ist aber sehr oft die Realität. Viele Arbeitgeber lassen sich dies sogar in einem vermeintlich geringen Rahmen bieten, ohne wirklich einzuschreiten. Der dabei entstehende finanzielle Schaden für den Arbeitgeber ist meist auf Dauer sehr beträchtlich, da dies im Unternehmen schnell Schule macht. Gehen wir mal täglich von 30 Minuten aus, was bei einem Raucher nichts Besonderes ist, dann kommen wir im Monat auf 10 Stunden oder abgerundet auf einen Arbeitstag pro Monat zusätzlichen vollbezahlten Urlaub. Im Jahr also 12 bezahlte Tage ohne Gegenleistung. Nicht schlecht oder?

Was ist nun Arbeitszeitbetrug?

Zuerst einmal ist es eine schwere Pflichtverletzung durch den Arbeitnehmer und kann im Einzelfall auch strafrechtlich relevant werden. In einem Arbeitsverhältnis kommen Arbeitgeber und Nehmer mit den Rechtsgütern der anderen Seite in Kontakt. Somit ist es wichtig, dass man einander vertrauen kann. Dieses Vertrauen wird meist nachhaltig durch Arbeitszeitbetrug gestört, wodurch in den meisten Fällen eine fristlose Kündigung in Betracht gezogen werden kann und ohne vorherige Abmahnung berechtigt ist. Darüber hinaus besteht evtl. der Rückforderungsanspruch auf zu Unrecht erlangten Lohn/Gehalt.

Ist das Einschalten eines Detektivs bei dem Verdacht eines Arbeitszeitbetruges erlaubt?

Dazu sollte man sich den § 32 BDSG anschauen.

Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) § 32 Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses

(1) Personenbezogene Daten eines Beschäftigten dürfen für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, wenn dies für die Entscheidung über die Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses oder nach Begründung des Beschäftigungsverhältnisses für dessen Durchführung oder Beendigung erforderlich ist. Zur Aufdeckung von Straftaten dürfen personenbezogene Daten eines Beschäftigten nur dann erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, wenn zu dokumentierende tatsächliche Anhaltspunkte den Verdacht begründen, dass der Betroffene im Beschäftigungsverhältnis eine Straftat begangen hat, die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung zur Aufdeckung erforderlich ist und das schutzwürdige Interesse des Beschäftigten an dem Ausschluss der Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung nicht überwiegt, insbesondere Art und Ausmaß im Hinblick auf den Anlass nicht unverhältnismäßig sind.

(2) Absatz 1 ist auch anzuwenden, wenn personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, ohne dass sie automatisiert verarbeitet oder in oder aus einer nicht automatisierten Datei verarbeitet, genutzt oder für die Verarbeitung oder Nutzung in einer solchen Datei erhoben werden.

(3) Die Beteiligungsrechte der Interessenvertretungen der Beschäftigten bleiben unberührt.

Somit darf ein Arbeitgeber kontrollieren, ob ein Angestellter seinen Arbeitsvertrag erfüllt und das geforderte Arbeitspensum leistet. Auch mit Zuhilfenahme einer Detektei im Verdachtsfall, wenn es verhältnismäßig bleibt und nicht in die Persönlichkeitsrechte des Arbeitnehmers eingreift. Die erfolgversprechendste Methode in diesem Zusammenhang in Bezug auf einen Aussendienstmitarbeiter/Monteur ist die Observation durch Detektive während der Arbeitszeit. Dafür eignen sich einige Detekteien. Zu empfehlen wären: Detektei Mannheim*, Detektei Karlsruhe*, Detektei Heilbronn*.